Auf dem morgen in Dresden stattfindenden 5. Nationalen IT-Gipfel diskutieren Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und andere Vertreter von Bundesregierung und -verwaltung die Zukunftstrends der Informationstechnologie sowie deren Bedeutung für Deutschland mit führenden Vertretern der IT-Branche. Auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums mit dabei: Vertreter des Bremer Softwareherstellers Univention. Das Unternehmen ermöglicht es Kunden aus Wirtschaft und Verwaltung, IT-Infrastrukturen mit so genannter Open Source Software wirtschaftlich betreiben zu können und gehört zu den besonders stark wachsenden IT-Unternehmen in Deutschland.
Bremen, 06.12.2010. Der 5. Nationale IT-Gipfel der Bundesregierung beschäftigt sich mit Herausforderungen und Chancen der Informationstechnologie in Deutschland. Auf der Veranstaltung werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erwartet. Neben den bekannten Branchenriesen wie Deutsche Telekom, Datev oder SAP hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auch Univention, einen Hersteller von so genannter Open Source Software als junges IT-Unternehmen mit besonders großen Wachstumschancen eingeladen. Ein wichtiges Merkmal von Open Source Software besteht darin, dass ihre Anwender viel weniger an den Hersteller gebunden sind, als das normalerweise in der Branche üblich ist. Unternehmen und Behörden, die solche Software einsetzen, erhalten so eine viel größere Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit. Dies führt nach Aussage von Peter Ganten, Geschäftsführer der Univention GmbH, zu einer deutlich höheren Wirtschaftlichkeit und Effizienz beim IT-Betrieb.
Zu den wichtigsten Themen des IT-Gipfels gehört das so genannte "Cloud Computing" (auf Deutsch ungefähr: "IT aus der Wolke"). Cloud Computing ermöglicht es Privatpersonen, aber auch IT-Anwendern aus Unternehmen und Behörden, Programme und Datenspeicher zukünftig als Dienstleistung von unterschiedlichen Anbietern einkaufen zu können. Bezahlt wird dann nur noch die eigentliche Nutzung, Investitionskosten für Server, Software und Fixkosten für Betrieb und Administration entfallen. "Informationstechnologie kommt zukünftig ebenso aus der Steckdose wie Strom oder Telefon" erläutert der Univention-Geschäftsführer und prognostiziert eine rasante Entwicklung. "Denn Unternehmen verstehen schnell, welchen Vorteil es hat, wenn Leistungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, nicht selbst erbracht werden müssen, sondern auf einem freien Markt einkaufbar sind. Schließlich betreibt heute auch kaum ein Unternehmen mehr sein eigenes Stromkraftwerk."
Allerdings, so Ganten gibt es beim Cloud Computing schwerwiegende Risiken, die beim Bezug von Strom aus der Steckdose nicht existieren. So würden Daten und das in Programmen abgebildete Prozesswissen oft den wichtigsten Besitz von Unternehmen überhaupt darstellen. In der Wolke habe ich dann keine direkte Kontrolle darüber mehr, was mit meinen Daten geschieht und bin schlicht darauf angewiesen meinem Vertragspartner zu vertrauen. erläutert Ganten die mit dem Thema verbundenen Risiken. Das erforderliche Vertrauen könne jedoch nur dann entstehen, wenn der Vertragspartner kalkulierbar ist und sämtliche von ihm bereitgestellten Funktionen jederzeit nachgeprüft und bei Bedarf sogar auf einen anderen Anbieter übertragen werden können. Ansonsten bestünde nämlich die Gefahr, dass Anwender bei ihren Anbietern quasi gefangen seien und den Verlust von Daten oder Funktionalität in Kauf nehmen müssten, wenn sie einen Anbieterwechsel vornehmen wollen. Kein Mensch, so Ganten, würde sich Elektrogeräte kaufen, die nur mit dem Strom eines einzigen Anbieters funktionieren. Eine solche Lieferantenabhängigkeit würde letztlich zu hohen Preisen und damit zu einer sehr begrenzten Wirtschaftlichkeit des Cloud Computings führen.
Einen wichtigen Baustein zur Lösung dieser Probleme sieht Univention in der Verwendung von so genannter "Open Source Software". Dabei handelt es sich um Software, deren Funktionsweise jederzeit von allen fachkundigen Personen überprüft und geändert werden kann. Bei klassischer Software, etwa von Microsoft, ist dies nur dem Hersteller möglich. Open Source Software ermöglicht es außerdem, die entsprechenden Programme auch außerhalb des Rechenzentrums eines Anbieters einzusetzen, so dass Anwender viel einfacher in der Lage sind, Lieferanten zu wechseln oder bestimmte Daten und Anwendungen wieder ins eigene Unternehmen zu holen. "Hierdurch", so Ganten, "wird das Vertrauen geschaffen, das benötigt wird, um diesem wichtigen IT-Trend zum Durchbruch zu verhelfen."
Ganten sieht deswegen die Strategie seines Unternehmens, ausschließlich Open Source Software herzustellen durch das Thema "Cloud Computing" bestätigt und fasst seine zentrale Aussage auf dem Nationalen IT-Gipfel so zusammen: "Branchenvertreter und Bundesregierung haben das enorme Potential und die Gefahren von Cloud Computing erkannt, nun müssen sie klar sagen, worauf es ankommt, um das Thema erfolgreich zu machen, nämlich auf Offenheit, Transparenz und Standards. Nur durch die Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen ist sichergestellt, dass sich Cloud Computing in Deutschland so erfolgreich entwickelt, wie es derzeit alle glauben."
Weiterführende Informationen
Informationen zu Univention: http://www.univention.de
Website des IT-Gipfels: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/technologie-und-innovation,did=347534.html
Über Univention
Die 2002 gegründete Univention GmbH gehört im deutschsprachigen Raum zu den führenden Anbietern von Open-Source-Produkten für Betrieb und Management von IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt stehen die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) und darauf basierende Software-Appliances wie Univention Thin Client Services (UCS TCS), Univention Corporate Desktop (UCD) oder UCS@school eine Softwarelösung für die IT-Nutzung in Schulen. UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit einem integrierten Identity- und Infrastruktur-Managementsystem, das eine unkomplizierte und zentrale Verwaltung ermöglicht. Das Produkt passt sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlaubt eine einfache Migration, bspw. von Windows zu Linux. Gemeinsam mit Technologiepartnern wie Open-Xchange, Zarafa oder Ingres stellt Univention die nahtlose Integration wichtiger Anwendungen mit UCS sicher. Alle Univention-Produkte werden als Open Source veröffentlicht. Zu den Kunden gehören Bundes- und Landesbehörden sowie Kommunen, Banken und viele mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.
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