Pressemitteilung

Univention tritt dem Open Invention Network bei

Anwender können sorgenfreier auf die weitere Entwicklung von Linux-Produkten setzen

Der Open-Source-Softwarehersteller Univention ist dem Industriekonsortium Open Invention Network (OIN) beigetreten. Ziel des Open Invention Network ist eine Sammelstelle von Patenten, die nur solchen Firmen und Personen zur Verfügung stehen, die sich verpflichten, keine eigenen Patentrechte gegen Linux zu verwenden. Der Beitritt von Univention zum OIN ermöglicht dem Bremer Softwarehaus die lizenzgebührenfreie Nutzung patentierter Technologie und bringt den Anwendern verbesserte langfristige Rechtssicherheit.

Bremen, 03.05.2011 Univention, Hersteller der Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) und anderer Lösungen ist dem Open Invention Network (OIN) beigetreten. Das OIN haben IBM, NEC, Novell, Philips, Red Hat und Sony 2005 gegründet; inzwischen sind der Organisation auch Branchengrößen wie Google und Oracle beigetreten. Die Mitglieds-unternehmen haben den Erwerb zahlreicher Linux-betreffende Softwarepatente finanziert und stellen die eigenen Linux-Patente lizenzgebührenfrei allen OIN-Mitgliedern zur Verfügung.  Andere erhalten auf diese Technologien nur Zugriff, nachdem sie zusichern, keine eigenen Patentrechte gegen Linux geltend zu machen. Weil etliche der vom OIN gehaltenen Patente von fundamentaler Bedeutung für die IT-Industrie sind, reduziert diese Patentsammlung die Möglichkeit, mit juristischen Mitteln Angriffe auf Linux vorzunehmen.

Vorteilhaft für eine rechtssichere Weiterentwicklung von Univention-Produkten

Der Beitritt von Univention zum OIN bringt für Kunden des Bremer Open-Source-Anbieters vor allem zwei Vorteile: Erstens verbessert das OIN den Schutz gegen Klagen, dass Univention-Produkte unwissentlich gegen Patente verstoßen. Das erhöht die Rechtssicherheit der Univention-Anwender. Zweitens darf der Bremer Softwarehersteller eine große Zahl Linux-relevanter Softwarepatente der anderen OIN-Mitgliedsunternehmen lizenzgebührenfrei nutzen. Dies wird die Entwicklung bestehender und künftiger Univention-Produkte vereinfachen und beschleunigen.

Univention selbst hält keine eigenen Softwarepatente und sieht sich verpflichtet, auch künftig keine Softwarepatente zu registrieren. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte  über die Wirksamkeit von Softwarepatenten und ihren Einfluß auf Innovation treten wir dem Open Invention Network bei – und auch, um einen Schutz zu schaffen, damit wir uns  weiter auf die Herstellung innovativer, offener Produkte konzentrieren können.", erklärt Peter Ganten, Geschäftsführer von Univention.

Keith Bergelt, CEO des Open Invention Network ergänzt: "Univention's UCS is an important European Linux distribution focused on the needs of enterprise IT infrastructures. Given this, we are pleased to have Univention join OIN as a licensee. By doing so, Univention affirms that it values the openness and collaborative culture of the open source community. We applaud their decision."

Univention fühlt sich auch weiterhin verpflichtet, den Programmcode seiner Verbesserungen und Weiterentwicklungen an Linux, insbesondere an Debian, der Community als Open Source Software  zur Verfügung zu stellen. Der Bremer Softwarehersteller betrachtet  die weiter wachsende Verbreitung von Linux und Open Source Software, besonders auch im professionellem Umfeld, als Beleg für das Funktionieren von Open Source als Modell für die Entwicklung von Software und ein entsprechend ausgerichtetes IT-Business.

Weiterführende Informationen                                                                                                                                        

Open Invention Network OIN: http://www.openinventionnetwork.com/index.php

Mehr Informationen zur Lizenz des OIN, der gebührenfreien Nutzung der
Softwarepatente sowie zur Verpflichtung aller Mitglieder, ihre Linux-relevanten
Patente ebenfalls frei zur Verfügung zu stellen, finden sich unter:

http://www.openinventionnetwork.com/pat_license_agreement.php

Von Univention unterstützte Linux- und Open Source-Organisationen:
http://www.univention.de/univention/mitglied-sponsor/

Über Univention
Univention ist führender europäischer Anbieter von Open Source-Produkten für wirtschaftlichen Betrieb und effiziente Verwaltung von IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt des Angebots steht die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS). UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit integrierter Open Source-Lösung für das Identity- und Infrastruktur-Management, die auch in anspruchsvollen Umgebungen eine effiziente und zentral gesteuerte Verwaltung ermöglicht. Das Kernprodukt UCS wird unter Anderem durch darauf aufbauende Produkte für die plattformübergreifende Verwaltung von Thin Clients, einem Open Source Desktop für professionelle Anwender, sowie eine integrierte Server- und Desktopvirtualisierungslösung ergänzt. Die Produkte passen sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlauben einfache Migrationen. Eine wachsende Zahl von Softwareherstellern, darunter die Groupware-Hersteller Open-Xchange, Zarafa oder die ECM-Hersteller Agorum und O3Spaces, stellen für den Betrieb mit UCS optimierte Pakete zur Verfügung, die sich u.a. in das UCS-Managementsystem integrieren können. UCS ist damit die Open Source Integrationsplattform für IT-Infrastrukturbetrieb und -management.

Pressekontakt:

Univention GmbH
Silvia Frank
Email: frank@univention.de
Mary-Somerville-Straße 1

28359 Bremen
Telefon: +49 421 22232 - 0
Telefax: +49 421 22232 - 99
info@univention.de
http://www.univention.de   


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