Kolab integriert jetzt auch Handys und PDAs
Mit jedem Client auf Groupware-Daten zugreifen
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Die Open-Source-Groupware Kolab integriert jetzt auch Handys und PDAs
Der Bremer Linux-Spezialist Univention GmbH erweitert die Open-Source-Groupware "Kolab" um die Möglichkeit, mobile Endgeräte direkt anzubinden. Anwender des Betriebssystems Univention Corporate Server (UCS) und der Lösung Univention Groupware Server (UGS) erhalten diese Erweiterung kostenfrei.
Bremen, 07. Juli 2008. Das Teamwork-System "Kolab" des gleichnamigen Open-Source-Projektes ist eine optional installierbare Komponente für Univention Corporate Server (UCS), der Enterprise-Linux-Umgebung zum Betrieb von kleinen und größeren IT-Infrastrukturen. Gleichzeitig ist Kolab eine Kernkomponente von Univention Groupware Server (UGS), einer auf UCS basierenden Lösung zur gemeinsamen Kommunikation, Organisation sowie Verwaltung von Terminen, Adressen und Aufgaben. Mit beiden Systemen, UCS und UGS, können mobile Endgeräte und Applikationen nun auch unterwegs Groupware-Daten austauschen. Damit wird es möglich, zum Beispiel unterwegs Termine herunterzuladen oder vor Ort Kontaktdaten zu erfassen. Alle Änderungen werden zwischen dem Server, auf dem alle Groupware-relevanten Daten abgelegt sind, und den mobilen Geräten synchronisiert. Dadurch stehen umgehend allen anderen Nutzern die neuen Informationen zur Verfügung.
Mit jedem Client auf Groupware-Daten zugreifen
Das Besondere an dieser Erweiterung für Kolab ist, dass unterschiedliche Endgeräte - Windows-, Linux- und Web-Clients ebenso wie mobile Endgeräte - problemlos auf die Groupware-Daten zugreifen können. Der Schlüssel dazu ist die Integration des SyncML-Protokolls in den Kolab Server. SyncML ist ein plattformunabhängiger Standard für den Datenaustausch zwischen Servern, Clients und mobilen Geräten. Das Protokoll hat das SyncML-Konsortium entwickelt, in dem sich seit dem Jahr 2000 mehr als 200 Mobilfunk- und Computerhersteller zusammengeschlossen haben. Die meisten Handys unterstützen diese Spezifikationen.
Ein attraktives Ziel der Univention-Kolab-Erweiterung sind die BlackBerry-Clients von Research in Motion (RIM), welche über Plugins SyncML-fähig werden. Viele andere Geräte, wie die meisten modernen Telefone von Nokia oder Sony-Ericsson lassen sich mit der Erweiterung sogar ohne jede Zusatzsoftware nutzen. Denn unabhängig von SyncML können E-Mails im Push-Verfahren über Services wie den BlackBerry-Dienst oder "Nokia Intellisync Wireless Email" an die mobilen Geräte weitergeleitet werden. Das Univention-Produkt UGS und die UCS-Komponente "Kolab für UCS" lassen sich also entsprechend den Wünschen der mobilen Anwender verwenden. Sie sind dabei auch unabhängig bezüglich verwendeter Betriebssysteme und Anwendungen. Die Nutzung von Microsoft Windows und Outlook ist ebenso möglich wie Linux mit KDE-Kontact. Die Anwender benötigen keinen separaten Mobile-Connectivity-Server, denn die mobilen Funktionen können auf dem UGS- bzw. auf dem Kolab-System ausgeführt werden.
Integration des SyncML-Protokolls mit Kolab
Die Neuerungen im Univention-Angebot sind beispielhaft für die produktive Kooperation zwischen Open-Source-Projekten und Linux-orientierten Unternehmen: Die Univention GmbH, Business-Partner des Kolab-Konsortiums (www.kolab-konsortium.de), kontaktierte über ihren langjährigen Partner Intevation das im Kolab-Projekt aktive Hamburger Unternehmen p@rdus (www.pardus.de). Während Intevation für das Projektmanagement und die Qualitätssicherung verantwortlich war, machte sich p@rdus daran, SyncML auch für Kolab Server zu erschließen. Die Grundlage zur Lösung der Aufgabe fand sich in einem weiteren Open-Source-Produkt namens "Horde" (www.horde.org), einem webbasierenden Applikations-Framework, das bereits grundlegende SyncML-Funktionalität besaß und in einigen Implementierungen als Web-Frontend für den Kolab-Groupware-Server eingesetzt wird. Von p@rdus erweiterte Horde-Module machen es nun möglich, den zentralen IMAP-Server von Kolab auch für den Datenaustausch per SyncML zu verwenden. Von den Neuerungen profitieren also nicht nur Univention und p@rdus, sondern auch Kolab und die Anwender dieser Groupware. So fließen die SyncML-Erweiterungen für Kolab in dieses Produkt zurück und werden voraussichtlich in Version 2.2.1 des Kolab-Servers aufgenommen.
Die Erweiterung steht ab sofort als Release Candidate zur Verfügung
Die SyncML-Erweiterungen für Kolab stehen ab sofort als Release Candidate auf der Univention-Website zum Download und Testen bereit. Univention-Kunden können die Erweiterung kostenfrei nutzen. Zur Diskussion des neuen Add-On zu Kolab für UCS steht das Univention-Forum zur Verfügung: http://forum.univention.de/viewforum.php?f=28
Weiterführende Informationen
http://forum.univention.de/viewtopic.php?f=26&t=614
Über P@rdus
P@rdus ist ein Unternehmen aus Hamburg, das sich auf zentrale und sichere Lösungen für E-Mail-Kommunikation und teamorientiertes Arbeiten konzentriert. Sein Kernprodukt, der "P@rdalys Groupware Server", basiert auf dem Kolab-Server und der Linux-Distribution Gentoo. Zu beiden Themenbereichen bietet p@rdus Support. Kontakt: info@pardus.de, Telefon: 040 432 72335.
Über Intevation
Ansässig in Osnabrück, bietet die Intevation GmbH deutschlandweit Freie Software Lösungen und strategische IT-Beratung, z.B. für GIS, Groupware, KDE Kontact und Email-Verschlüsselung. Für die Groupware-Lösung Kolab, im gleichnahmigen Konsortium, koordiniert Intevation die Entwicklung. Kontakt: info@intevation.de, Tel 0541 33 508 30
Über Univention
Die 2002 gegründete Univention GmbH gehört im deutschsprachigen Raum zu den führenden Anbietern von wirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen im Open Source Umfeld. Im Mittelpunkt stehen die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) und darauf basierende Software-Appliances wie Univention Groupware Server (UGS) und Univention Corporate Desktop (UCD). UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit einem integrierten Identity- und Infrastrukturmanagementsystem, das in einfachen aber auch in anspruchsvollen Umgebungen eine unkomplizierte und zentrale Verwaltung ermöglicht. Das Produkt passt sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlaubt eine einfache Migration, etwa von Windows (NT, 2000, 2003) zu Linux. Gemeinsam mit Groupware-Herstellern wie dem Kolab-Konsortium, Scalix oder Zarafa bietet Univention außerdem auf UCS basierende Groupware-Komplettlösungen für alle Anforderungen. Alle Univention-Produkte werden als Open Source Software veröffentlicht. Zu den Kunden gehören Bundes-, Landesbehörden und Kommunen (z.B. Bundeskartellamt, Bundeszentrale für politische Bildung, Bundesamt für Strahlenschutz), Banken (Oldenburgische Landesbank, MCE Bank) und viele mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.
Kontakt zu Univention: Univention GmbH |



