UCS in neuer Version 2.1 freigegeben

Umfangreiche Erweiterungen in UCS 2.1

Presse-Information

Univention Corporate Server in neuer Version 2.1 freigegeben

Das Enterprise-Linux-Betriebssystem UCS erhält umfangreiche Erweiterungen

Mit dem neuen Release 2.1 hat Univention Corporate Server bedeutende Weiterentwicklungen in den Bereichen Thin-Client-Komponenten, Groupware und Active-Directory-Connector erfahren. Gleichwohl werden die vorhandenen Bedien- und Konfigurationskonzepte beibehalten, so dass   Administratoren bei der Aktualisierung auf UCS 2.1 keine grundlegenden Veränderungen vornehmen müssen.

Bremen, 12. August 2008. Der Bremer Software-Hersteller und Linux-Spezialist Univention veröffentlicht heute das neue Release der Enterprise-Linux-Gesamtlösung Univention Corporate Server 2.1 (UCS). UCS ist eine auf der Distribution Debian basierende, zentral und leicht administrierbare Linux-Komplettlösung, die alle regelmäßig genutzten Funktionen zum Betrieb von IT-Infrastrukturen unmittelbar bereitstellt.
Wie bei jedem der rund alle sechs Monate erscheinenden Releases wird auch bei UCS 2.1 besonderer Wert auf die Möglichkeit eines schnellen und unkomplizierten Einspiel-Verfahrens gelegt. Der Hersteller verspricht, dass einmal vorgenommene Einstellungen beim Update erhalten bleiben und Administratoren keine grundlegenden Veränderungen vornehmen müssen. Deshalb dürfte sich der Update-Vorgang auf UCS 2.1 einfach gestalten.

Grundlegende Neuerungen: Kernel 2.6.24, 64-Bit-Version und Netzwerk-Backup „Bacula“

Das Release UCS 2.1 kann alternativ zum Linux-Kernel 2.6.18 auch mit dem Kernel 2.6.24, der wesentlich mehr Hardware unterstützt, installiert werden. Die in diesem Zusammenhang stehenden Updates, die das Debian-Projekt in seinem Maintenance-Update „etch-and-a-half“ am 26. Juli 2008 veröffentlichte, hat der Bremer Software-Hersteller bereits in UCS 2.1 integriert.
UCS 2.1 unterstützt jetzt auch standardmäßig x86-Architekturen mit 64 Bit. Von der integrierten Unterstützung für die Prozessortypen Intel-EM64T und AMD64 profitieren besonders leistungshungrige Fachanwendungen und Datenbanken.
Eine weitere grundlegende Neuerung ist die Aufnahme der Netzwerk-fähigen Backup-Lösung „Bacula“.  Wie bereits angekündigt, wird Bacula in künftigen UCS-Versionen das eigenentwickelte Backup-System „unidump“ ablösen.

Neue Thin-Client-Komponenten: USB, Scanner, Flash

Hinzugekommen sind modularisierte Komponenten für Thin-Client-Infrastrukturen. So sind auf Wunsch beispielsweise USB-Zugang und Scanner-Anschluss an den kompakten Endgeräten möglich, die mit der in UCS enthaltenen Thin-Client-Lösung betrieben werden. Dank des modularen Aufbaus der Komponenten können Administratoren entscheiden, welche Funktionen sie zur Verwendung an den Endgeräten erlauben. Das Thin-Client-System inklusive der neuen Komponenten lässt sich auch auf Flash-Cards implementieren, so dass der Betrieb von Thin Clients ohne Bootserver möglich ist.

Revisions-Sicherheit im UCS Managementsystem

Das Managementsystem von UCS, das die zentrale Verwaltung und Pflege der UCS-Domänen innerhalb der IT-Infrastruktur organisiert, bietet nun die Möglichkeit, Änderungen im LDAP-Verzeichnis revisionssicher zu protokollieren. So lässt sich nachvollziehen, wer wann welche Änderungen vorgenommen hat, was schon dann sinnvoll ist, wenn sich mehrere Administratoren um ein System kümmern.
 

Active-Directory-Connector erweitert und vereinfacht

Die Konfiguration des Active-Directory-Connector (AD-Connector), der die Synchronisation von Verzeichnisdienstobjekten zwischen Windows-2000/2003 Servern mit Active Directory und UCS ermöglicht, ist verbessert. Die Verwaltung der Active-Directory-Einstellungen im AD-Connector ist jetzt wesentlich einfacher, weil nun dafür die bekannten Administrationswerkzeuge von Univention zur Verfügung stehen.

Univention Groupware Server schließt mobile Endgeräte ein

Im Groupware-Bereich von UCS hat sich ebenfalls Einiges getan: Der Groupware-Client „Kontact“ ist auf die jüngste Enterprise-Version aktualisiert. Zuvor hatten Entwickler von Univention in Zusammenarbeit mit dem Kolab-Konsortium unter anderem die Stabilität von Kontact verbessert.
Das Versenden von E-Mails an, von Nutzern gemeinsam verwendete Gruppenordner (shared folder) ist ebenfalls möglich. Darüber hinaus lässt sich der Typ solcher shared folder definieren. Es kann beispielsweise ein Kalender sein, eine Aufgabenliste oder ein gemeinsames Verzeichnis zu einem bestimmten Thema. Dadurch entfällt in vielen Fällen die Notwendigkeit der Verwaltung von Mailinglisten. Außerdem vereinfacht sich für Benutzer die Organisation ihrer E-Mails, die nicht mehr sortiert werden müssen.
In UCS sind die soeben erst aufgenommenen Neuerungen am Web-Frontend „Horde“ von „Kolab 2“ eingeflossen. Attraktiv ist daran vor allem die Integration des SyncML-Protokolls, einem plattformunabhängigen Standard für den Datenaustausch zwischen Servern, Clients und mobilen Endgeräten. Ab sofort kann UCS 2.1 Groupware-Daten unkompliziert mit Handys und PDAs austauschen, ebenso wie stationäre Clients können verschiedene mobile Endgeräte, unabhängig ob Windows-, Linux- oder Web-basierend unterwegs problemlos auf Groupware-Daten zugreifen und Informationen einspeisen.

Neues vom Desktop: KDE 3.5.9, OpenOffice.org 2.4 und Firefox 3

Der Internet- und Datei-Browser „Firefox“ ist auf die Version 3 aktualisiert.
Als Office-Suite wird „OpenOffice.org 2.4“ verwendet.
Der Desktop von UCS 2.1 nutzt die grafische Benutzeroberfläche „KDE“ in der Version 3.5.9. „Ganz bewusst haben wir uns gegen ein Update auf KDE 4.1 entschieden, da sich damit für Anwender im Rahmen eines Minor-Releases zu große Veränderungen ergeben hätten“, erklärt Univention-Geschäftsführer Peter H. Ganten. „Wir werden die neue Fassung von KDE aber in Kürze als Vorschau auf UCS 3.0 als optionale Komponente bereitstellen.“



Weiterführende Informationen:
http://forum.univention.de/viewtopic.php?f=26&t=628
http://www.univention.de/highlights_ucs_2x.html
http://www.univention.de/fileadmin/produkte/pdf_dokumente/ucs21_changelog.pdf
http://www.debian.org/releases/etch/debian-installer/etchnhalf
http://www.bacula.org/

Über Univention
Die 2002 gegründete Univention GmbH gehört im deutschsprachigen Raum zu den führenden Anbietern von wirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen im Open-Source-Umfeld. Im Mittelpunkt stehen die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS) und darauf basierende Software-Appliances wie Univention Groupware Server (UGS) und Univention Corporate Desktop (UCD). UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit einem integrierten Identity- und Infrastruktur-Managementsystem, das in einfachen, aber auch in anspruchsvollen Umgebungen eine unkomplizierte und zentrale Verwaltung ermöglicht. Das Produkt passt sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlaubt eine einfache Migration, etwa von Windows (NT, 2000, 2003) zu Linux. Gemeinsam mit Groupware-Herstellern wie dem Kolab-Konsortium, Scalix oder Zarafa bietet Univention außerdem auf UCS basierende Groupware-Komplettlösungen für alle Anforderungen. Alle Univention-Produkte werden als Open Source veröffentlicht. Zu den Kunden gehören Behörden von der Bundes- bis zur kommunalen Ebene (z.B. Bundeskartellamt, Bundeszentrale für politische Bildung, Bundesamt für Strahlenschutz, Landkreis Friesland), Banken (Oldenburgische Landesbank, MCE Bank) und viele mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.

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