Die neue Version der Open Source Infrastrukturlösung UCS 3.0 enthält ein umfassend erneuertes Webinterface für System- und Domänenmanagement, das nun einen zentralen Anlaufpunkt für alle Verwaltungsfunktionen von UCS bietet. Neu ist auch die Möglichkeit, mit UCS Active Directory-kompatible Domänen aufzubauen. Eine weitere, von Softwareherstellern vielfach nachgefragte Änderung stellt die Bereitstellung sämtlicher auch in Debian vorhandener Softwarepakete für UCS dar. Außerdem optimierte Univention UCS für den Einsatz in verschiedenen Cloud-Computing-Szenarien.
Bremen, 12.12.2011 Ab sofort ist Version 3.0 der Enterprise-Linux-Distribution Univention Corporate Server (UCS) verfügbar. Univention schuf dafür eine völlig neue, modern anmutende und ergonomische Webanwendung, die zur Arbeit mit den in UCS enthaltenen Werkzeugen für Systemverwaltung, Domänen- oder Virtualisierungsmanagement dient. UCS unterstützt jetzt außerdem den Einsatz als Active Directory Domänencontroller und beinhaltet eine komplett neue Basisdistribution, die von Debian 6.0 "Squeeze" abgeleitet wurde.
Außerdem enthält UCS viele weitere Neurerungen und Aktualisierungen, wie beispielsweise Überarbeitungen und Erweiterungen im Bereich des Mailsystems oder der internen Firewall, umfassende Unterstützung des Internetprotokolls IPv6, Updates der Virtualisierungskomponenten Xen und KVM oder die Aktualisierung der Monitoringsoftware Nagios.
Die Werkzeuge für Systemadministration, Verwaltung von Domänen und Virtualisierung sind nun in einer neuen Webapplikation vereint. Diese bietet damit einen komfortablen "Single-Point-Of-Administration". Dabei wurden unzählige Usability-und Performance-Verbesserungen vorgenommen und das Design vollständig überarbeitet. Die neue Univention Management Console (UMC) ist eine moderne, auf Ajax-Technologie basierende Webanwendung, mit vielen Schnittstellen zur Integration zusätzlicher Funktionen.
UCS 3.0 ist das erste kommerzielle Produkt, in welches "Samba 4", die nächste Generation von Open Source Software für Microsoft-kompatibles Domänenmanagement, integriert ist. Dadurch lassen sich mit UCS 3.0 auch komplexere Active Directory Domänen aufbauen und die für den Betrieb neuerer Microsoft Windows Betriebssysteme notwendigen Dienste, wie Kerberos-Authentifizierung und Zuweisung von Gruppenrichtlinien bereit stellen. Alternativ können weiterhin die bereits in UCS 2.x vorhandenen Domänendienste auf Basis von Samba 3.x verwendet werden.
Außerdem optimierte das Univention-Entwicklerteam viele Bereiche von UCS, um Bereitstellung und Management von Systemen und Anwendungen in der Cloud zu vereinfachen. So erlaubt ein neues Modul der Managementconsole nun die webbasierte Konfiguration vieler Einstellungen, die früher bei der Installation festgelegt werden mussten. Damit lassen sich virtualisierte und physikalische Maschinen schnell duplizieren und für bestimmte Zwecke einrichten.
Erstmalig enthält UCS (mit Ausnahme der Pakete in der Sektion "games") auch sämtliche Pakete aus dem Debian-Repository. Partner und Anwender können UCS somit als verlässliche und vollständige Plattform für Betrieb und Bereitstellung eigener Anwendungen und Erweiterungen nutzen.
Partner und Endkunden konnten sich bereits vor der nun erfolgten Freigabe mit UCS 3.0 befassen und äußerten sich sehr positiv dazu:
"Wir haben das neue UCS gesehen und getestet: Es ist die ideale Betriebssystem- und Managementplattform für Open-Xchange. Unsere auf UCS basierenden Messaging- und Collaboration-Produkte Open-Xchange Advanced Server Edition und Open-Xchange Server Edition für UCS nutzen die grafischen UCS-Administrationswerkzeuge für die Verwaltung der Open-Xchange-Daten und -Benutzer. Das neue Webinterface des Managementsystems in UCS 3.0 macht die Administration von Open-Xchange noch wesentlich performanter und einfacher", so Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange.
Helmut Neuberger, Geschäftsführer des Groupwareherstellers Zarafa ergänzt: "Wir haben bereits einen Blick auf das neue UCS 3.0 geworfen und sind begeistert von den Möglichkeiten, die UCS als Managementplattform für ISVs bietet: Die Univention Management Console bietet viele Schnittstellen zur Integration von Drittlösungen und außerdem die Möglichkeit, unkompliziert weitere Anwendungen mit der unternehmensinternen Benutzerverwaltung zu vereinen. Wir planen deshalb Anfang 2012 spezielle, für den Einsatz mit UCS 3.0 optimierte Zarafa-Pakete zur Verfügung zu stellen."
Sven Leser, VR-Präsident der Schweizer Adfinis SyGroup AG sagt: "Besonders die Abbildung von Active-Directory-Domänen mit UCS 3.0 wurde von vielen unserer Kunden bereits nachgefragt. Durch die Integration von Samba4 in ein kommerzielles Produkt und der damit verbundenen Herstellerunterstützung werden wir nun bei Kunden mit Active Directory-Umgebungen nach und nach auf UCS 3.0 aktualisieren. Auch für die Gewinnung neuer Kunden sind diese neuen Active Directory-Funktionalitäten ein attraktives Argument für den Einsatz des wirtschaftlicheren und flexiblen UCS."
Dr. Johannes Loxen, Geschäftsführer SerNet GmbH, fügt hinzu: "Wir freuen uns, dass Samba 4 nun in hervorragender Kooperation in dem neuen UCS integriert werden konnte. Damit besitzt UCS als erste Distribution weltweit die Möglichkeit, nativ Active-Directory-Dienste für Windows-Server und -Arbeitsplätze anzubieten."
"Darauf haben wir lange gewartet: mit UCS 3.0 gibt es jetzt ein Produkt für das durchgängige IT- und Virtualisierungsmanagement. Das intelligente Managebility-Konzept in UCS 3.0 ergänzt optimal das zuverlässige Management der Fujitsu PRIMERGY-Server. Fujitsu setzt auf virtualisierte Umgebungen und die erweiterten Virtualisierungsmöglichkeiten von UCS 3.0 passen perfekt in die Strategie, führt Christian Dettmers, Alliance Manager bei Fujitsu Technology Solutions aus.
Georg Moosreiner, Chief Executive Officer von der SEP AG, sagt: "Wir setzten in unserem Unternehmen seit 2008 UCS ein. Darüber administrieren wir alle Test- und Administration-Server mit allen Benutzerdaten und den Zarafa Groupware Server. Von der neuen Univention Managment Console in UCS 3.0 sind unsere Administratoren begeistert. Sie bietet eine Administrations- oberfläche für die gesamte IT-Verwaltung, ist schnell und einfach zu handhaben. UCS ist aus unserer Sicht die ideale IT-Infrastrukturlösung für unsere stark heterogene geprägte IT-Umgebung. Die SEP AG ist ein langjähriger UCS-Anwender und Technologiepartner. Seit Jahren bietet die SEP AG die passende und zertifizierte Backup- und Recovery-Software SEP sesam für alle USC-Anwendungen an."
"Wir nutzen UCS bereits seit seinen Anfängen in der Version 1.x und sind einer der ersten Partner von Univention. Seit dem ersten Produkt-Release hat sich eine Menge getan. Das Alleinstellungsmerkmal von UCS - die zentral administrierbare Weboberfläche auf LDAP-Basis ist mit UCS 3.0 noch komfortabler und besser geworden. Dass jetzt auch Samba 4 unterstützt wird, kommt uns speziell bei Kundenprojekten sehr entgegen. Zudem fällt die Integration von eigenen Software-Modulen leichter, weshalb wir auch eine Asterisk-Anbindung für UCS 3.0 vorgesehen haben. UCS hat sich daher immer mehr zu einer gemeinsamen Plattform für Linux-basierte Lösungen entwickelt, auf der auch zukünftig noch interessante Neuerungen zu erwarten sind", so Prof. Dr.-Ing. Kai-Oliver Detken, Geschäftsführer Decoit.
Weiterführende Informationen
UCS Produktinformationen:
www.univention.de/produkte/ucs/
UCS 3.0 Demofilme und Screenshots:
www.univention.de/produkte/ucs/screenshots/
Übersicht über die wichtigsten Neuerungen in UCS 3.0:
www.univention.de/produkte/ucs/produktinformationen/highlights-in-ucs-3x/
Quickstartguide zu UCS 3.0:
wiki.univention.de
Quickstartguide zu Samba 4:
wiki.univention.de
Über Univention
Univention ist führender europäischer Anbieter von Open Source-Produkten für wirtschaftlichen Betrieb und effiziente Verwaltung von IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt des Angebots steht die Linux-Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS). UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution mit integrierter Open-Source-Lösung für das Identity- und Infrastruktur-Management, die auch in anspruchsvollen Umgebungen eine effiziente und zentral gesteuerte Verwaltung ermöglicht. Das Kernprodukt UCS wird unter Anderem durch darauf aufbauende Produkte für die plattformübergreifende Verwaltung von Thin Clients, einem Open Source Desktop für professionelle Anwender, sowie eine integrierte Server- und Desktop-Virtualisierungslösung ergänzt. Die Produkte passen sich dank mitgelieferter Konnektoren, etwa zu Microsoft Active Directory, gut in vorhandene Infrastrukturen ein und erlauben eine einfache Migrationen. Eine wachsende Zahl von Softwareherstellern, darunter die Groupware-Hersteller Open-Xchange, Zarafa oder die ECM-Hersteller Agorum und O3Spaces, bieten für den Betrieb mit UCS optimierte Pakete an, die sich u.a. in das UCS-Managementsystem integrieren lassen. UCS ist damit die Open-Source-Integrationsplattform für IT-Infrastrukturbetrieb und -management.
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