Die Telepoint Elektrohandelsgesellschaft mbH & Co. KG gehörte bis Februar 2007 zur Wöltje-Unternehmensgruppe. Durch die Umstrukturierung musste die IT-Infrastruktur neu geschaffen werden. Diese wurde gemeinsam mit dem Bremer Unternehmen Univention analysiert und durchgeführt.
Die Telepoint Elektrohandelsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Oldenburg ist heute eine Tochter der J. Bünting AG in Leer. Telepoint ist mit 250 Mitarbeitern mit 7 Filialen im Nordwestdeutschen Raum in unmittelbarer Nähe von Famila SB Warenhäusern angesiedelt.
Telepoint ist ein Kundenmagnet mit überregionaler Wirkung und Präsenz in TV-Hifi-Video-Foto, Telekommunikation sowie Computer und Haushaltselektro.
Entsprechend der Filialstruktur der Telepoint-Fachmärkte ist die zentrale IT Administration sowohl für den Betrieb der Verwaltung am Stammsitz in Oldenburg als auch für PC Systeme in den Standorten zuständig. Zentrale, vorwiegend kaufmännische Applikationen werden über Terminalservices im zentralen Rechenzentrum für alle Mitarbeiter bereitgestellt. Die Anforderungen der Telepoint wurden durch Systeme gedeckt, die als Teil der übergeordneten IT-Infrastruktur für den gesamten Verbund der Wöltje-Gruppe zuständig waren. So betrieb Telepoint vor der Entflechtung verschiedene Terminalserver und Domänendienste, die gemeinsam verwendet wurden. Diese Dienste wurden neben Telepoint auch von Benutzern der gesamten Gruppe genutzt. Durch die Verselbständigung ergab sich die Anforderung, diese Services eigenständig und unabhängig anbieten zu können. Bei der notwendigen Umstrukturierung der IT-Umgebung mussten daher bestehende und neue Anforderungen in gleicher Weise berücksichtigt werden.
Die Umstrukturierung forderte von Telepoint auch eine Restrukturierung der IT-Umgebung. Diese sollte natürlich möglichst kostengünstig und mit minimalen Änderungen für die User umgesetzt werden. Daneben soll die Möglichkeit genutzt werden, nicht mehr benötigte Elemente zu beseitigen. Die Distribution Univention Corporate Server (UCS) zeichnet sich durch diese Punkte aus und bietet außerdem eine hohe Flexibilität bei der Anbindung weiterer Systeme. Dies ist Telepoint sehr wichtig, da im Desktopbereich weiter auf Windows gesetzt wird.
Nach der erfolgreichen Implementierung der geplanten Lösung in einer Testumgebung, wurde der Aufbau einer eigenständigen Domäne in die Wege geleitet. Damit eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet wird, entschied sich Telepoint für den Einsatz von zwei Servern als Domänencontroller. Auf beiden Servern wurde Univention Corporate Server (UCS) installiert. Telepoint nutzt verschiedene Netzwerk- und lokale Drucker, welche jeweils von den umliegenden PCs angesprochen werden sollen. Die Fachanwendungen erfordern dabei eine Nutzung der Drucker sowohl über Windows- als auch UNIX-Protokolle. Um dies zu ermöglichen wurde zusätzlich auf dem ersten Domänencontroller Printdienste installiert. Nach der Installation wurden die zentralen Druckservices eingeführt.Vor Entflechtung der IT-Umgebung wurde als Groupware- Server zuvor Exchange eingesetzt. Telepoint entschied sich dafür, den zweiten Domänencontroller mit UGS (Univention Groupware Server) zu erweitern. Nach einer reibungslosen Installation wurden die Clients und die Maildaten in die neue Domäne migriert.
Alle Terminalserver wurden neu aufgesetzt, auch weil vorher Citrix eingesetzt wurde. Mit Umstellung der Server wird für den Zugriff auf die Terminalservices das RDP-Protokoll mit den Tools von Microsoft verwendet. Die Server sind in der neuen Domäne über eine gemeinsame IP-Adresse in einem Network Loadbalacing Cluster im Einsatz.Nach der Umstellung einer Filiale als Pilotumgebung, deren Migration und Betrieb ohne Ausfallzeiten verliefen, wurden schrittweise auch die anderen Standorte umgestellt. Während der gesamten Migration konnte Telepoint sein Tagesgeschäft ohne Störungen weiterführen. Auf Basis der implementierten zentralen Verwaltung konnten deutliche Verbesserungen im Zugriff auf die zentralen Applikationsserver sowie bei der Administration der auf die Filialen verteilen Drucker erreicht werden. Mit der neuen IT-Infrastruktur ist Telepoint sehr zufrieden..Wegen der hohen Stabilität der installierten Komponenten, dem einfachen Management von UGS und dem guten Support bei weiteren Nachfragen, entschied sich Telepoint für einen Ausbau der unter UCS betriebenen Services. Zuerst wurde auf einem der Domänencontroller Nagios, ein Tool zur Systemüberwachung, installiert.
Die gesamte Netzwerkinfrastruktur wird bis zu den Routern von Nagios überwacht. Die IT-Abteilung wird sofort per Mail informiert, sobald ein Systemfehler oder ein Hardwareausfall bemerkt wird. Zusätzlich wurde die mobile Anbindung an den Groupwareserver per Blackberry realisiert.
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