Anwenderbericht Jugendhilfe Wümmetal

Fünf Jahre Linux auf Servern und Desktops

Fünf Jahre erfolgreicher Einsatz von Linux auf Servern und Desktops

Projekt

Die Jugendhilfe Wümmetal setzt mit Univention Corporate Server (UCS) Linux bereits seit 2004 als Server- und Desktopbetriebssystem erfolgreich ein.
Durch den Einsatz von UCS mit seinen integrierten Administrationswerkzeugen kann der Geschäftsführer die IT-Landschaft aller fünf Standorte des Familienunternehmens selbst administrieren.

Jugendhilfe Wümmetal

Die Jugendhilfeeinrichtungen Wümmetal sind ein seit 1993 bestehendes und gewachsenes Familienunternehmen. Durch die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre ist aus einer ehemals klassischen Jugendhilfeeinrichtung eine fachlich anerkannte Einrichtung für den nachklinischen Bereich (Psychiatrienachsorge) hervorgegangen.

Die Jugendhilfeeinrichtungen Wümmetal sind heute die größte Einrichtung im Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe (VPK) und beschäftigen an fünf Standorten im Raum Niedersachsen rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ausgangssituation und Projektziele

Im Jahr 2003 standen die Jugendhilfeeinrichtungen Wümmetal vor der Frage, wie sich die organisations-interne EDV sowohl im Server- als auch im Desktopbereich in Zukunft weiter entwickeln soll. Eine einheitlich IT-Infrastruktur war bis dahin nicht realisiert, jedoch stieg der Bedarf, einen standortübergreifenden Datenaustausch zu ermöglichen und den Zugriff auf zentrale Ressourcen wie Dateien oder Dokumentationen zu ermöglichen. Eine weitere Herausforderung bestand darin, zunehmend mehr Mitarbeiter in die EDV gestützte Arbeit einzubinden. Eine einfache Administration und Pflege der IT-Landschaft sowie eine intuitiv bedienbare Arbeitsumgebung waren wichtige zu erfüllende Voraussetzungen für die Jugendhilfeeinrichtung, die über keine eigene IT-Abteilung und Administratoren verfügt. Neben einer standortübergreifenden, zentralen Verwaltung der IT-Umgebung war es der Jugendenhilfseinrichtung wichtig, den Arbeitsaufwand für die Administration der IT-Umgebung aller fünf Standorte so gering und einfach wie möglich zu gestalten, denn der Geschäftsfüher selbst sollte die Administrationsaufgaben übernehmen.

Die neu aufzubauende IT-Umgebung musste also für zukünftige hohe Anforderungen an Benutzer-freundlichkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit gewappnet sein.

Die Lösung

Heute betreiben die Jugendhilfeeinrichtungen Wümmetal eine einheitliche IT-Infrastruktur auf Basis von Univention Corporate Server. Die zentralen Authentifizierungs-, Datei-, Terminal- und Maildienste werden über die Serversysteme am Standort in Helvesiek zur Verfügung gestellt. Die weiteren vier Standorte sind per Virtual Private Network (VPN) angebunden und ermöglichen den pädagogischen Mitarbeitern den Zugriff auf die zentralen Ressourcen.

In Helvesiek steht der UCS Domänencontroller, der den Verzeichnisdienst OpenLDAP, in dem zentral alle Daten, Konfigurationen und Verzeichnisdienstobjekte, wie Clients oder Benutzerdaten abgelegt werden, domänenweit zur Verfügung stellt. Dieser Server stellt auch alle Mail- und Anmeldedienste für die rund 100 Mitarbeiter der Jugendhilfe zur Verfügung sowie über die Virtualisierungslösung Vmware einen Microsoft Windows Terminal Server. Letzterer versorgt ausschließlich die Thin Client-Arbeitsplätze der Verwaltungsangestellten mit einer Buchhaltungs-Fachsoftware, die nur unter Microsoft Windows läuft.
An diesem Standort befindet sich zudem ein Backup Domänencontroller, der alle Daten des Masters redundant vorhält. Der Standort Helvesiek selbst verfügt darüber hinaus über 15 Arbeitsplätze, die mit Thin Clients ausgestattet sind und mittels denen die Mitarbeiter Microsoft Windows-basierte und Linux-Anwendungen nutzen können. An dem Standort Sottrum stellt ein weiterer Server als „Salve“ - ein UCS Domänencontroller, der lediglich über Leserechte auf dem UCS Domänencontroller Master Server verfügt, weitere Authentifizierungs- und Dateidienste den örtlichen zwei Mailclients und vier Thin Clients zur Verfügung.

In der Einrichtung der Jugendhilfe in Rotenburg stehen den Mitarbeiten zwei Managed Clients – PCs, auf denen benötigten Anwendungen lokal bereit gehalten werden - und in Heppstedt ein Managed Client für die Büroarbeit und Datenpflege der Patienten zur Verfügung. Darüber hinaus nutzt ein kleiner Mitarbeiterkreis Appel, Linux und Windows Notebooks mit denen sie sich in das Netzwerk der Jugendhilfeeinrichtung einloggen. Damit können die über 100 Angestellten der Jugendhilfe Wümmetal mit Anwendungssoftware aus allen Welten arbeiten und sich mobil von außen in das Netzwerk der Jugenhilfe einwählen und auf die gemeinsamen Daten im Intranet zugreifen.

Fazit

Die Jugendhilfe Wümmetal ist mit ihrer Entscheidung auf eine Linux-Enterprise-Distribution mit zentralen, grafischem Administrations- werkzeugen zu setzen, zufrieden. Die IT-Umgebung auf Basis von UCS erweist sich seit mehr als fünf Jahren als zuverlässig, robust, wirtschaftlich und einfach erweiterbar. Wartungs- und Verwaltungsaufwände wurden spürbar reduziert - einfache Administrationsaufgaben, wie die Pflege von Klientendaten werden von den pädagogischen Mitarbeiten über ein webbasiertes Frontend selbst erledigt.

Für Herrn Orlando Organista, Geschäftsführer der Jugendhilfe Wümmetal hat sich durch die Vereinheitlichung der IT-Infratsruktur und den Vorzügen einer gut durchdachten grafischen Benutzeroberfläche für die Administration der Arbeitsaufwand auf ein überschaubares Maß reduziert. Seine Mitarbeiter arbeiten auf Linux-Desktops (Univention Corporate Desktop) mit KDE als grafische, intuitive Benutzeroberfläche und Windowsmanager. Außerdem nutzen sie die OpenOffice Büroprogramme und Kontact als Mailclient. Zur Verwaltung und gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten steht den Mitarbeitern ein Wiki im sicheren Intranet der Jugendhilfeeinrichtung zur Verfügung, was unkompliziert zu bedienen ist.

Ausblick

Durch die Einführung eines autarken Intranets wird ein sicherer und zuverlässiger Umgang mit sensiblen (Klienten-)Daten sichergestellt. Für die komplette interne Dokumentation, das Qualitätsmanagement sowie die Prozessdokumentation nutzen die Mitarbeiter das Wiki. Dieses „Dokumentations-Wiki“soll ebenso wie der Dokumentationsprozess, laut Herrn Organista zukünftig weiter ausgebaut und optimiert werden, um auch weiterhin einen verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten zu gewährleisten.

Anwenderbericht
Juli 2009, PDF-Dokument (154,4 KB)

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