Professionelle Kommunikation ist das A und O für erfolgreiche Unternehmen. Der Osnabrücker Callcenter-Dienstleister KiKxxl steht seinen Kunden auf allen Kommunikationskanälen professionell und zuverlässig zur Seite. Die technische Grundlage bildet eine IT-Infrastruktur auf Basis von Univention Corporate Server.
Mit einer Hauptniederlassung in Osnabrück, einem zweiten Standort in Bremen und einem dritten im Aufbau gehört KikXXL zu den größten Anbietern von In- und Outbound-Callcenter-Dienstleistungen in Deutschland. Das 1999 gegründete Unternehmen beschäftigt an die 1000 Mitarbeiter und betreut Kunden sowohl im b2b- als auch im b2c-Bereich. Der Schwerpunkt liegt dabei im Telekommunikations- und IT-Umfeld. Namhafte Unternehmen aus diesen Branchen aber auch kleinere, lokale Carrier setzen für ihre Inbound- und Outbound-Projekte auf die vielfältigen, hochqualifizierten Dienstleistungen der Firma.
Die Entscheidung für das freie, quelloffene Betriebssystem Linux fiel bei KiKxxl bereits sehr früh. Am Anfang standen die flexiblen und bewährten Serveranwendungen MySQL, Apache und Samba. Nahezu alle geschäftskritischen Kundenanwendungen entwickelt KiKxxl in Eigenregie auf Linux-Systemen. Auch das eingesetzte Ticket-System ist eine Eigenentwicklung. Für diese Form von Rapid Application Development kommt bisher in erster Linie die objektorientierte BASIC-Variante Gambas zum Einsatz, in zunehmenden Maße aber auch C++ und die Klassenbibliothek Qt.
Außergewöhnlich war der Schritt, auch den Großteil der Arbeitsplatzsysteme von Anfang an mit Linux auszustatten, anstatt das viel üblichere Windows zu installieren. Die Rechner greifen über den Linux-Terminalserver des italienischen Herstellers NoMachine auf die Geschäftsanwendungen zu. Lediglich eine Anzahl Mitarbeiter im administrativen Bereich arbeiten mit Windows-Desktops. Ebenso können auf Kundenwunsch Windows-Systeme für Projekte bereitgestellt werden.
Auf den meisten Arbeitsplätzen läuft derzeit ein von KiKxxl modifiziertes Debian Linux. Als Standard-Bürosoftware kam seit jeher OpenOffice zum Einsatz. Nach der Übernahme des Projektsponsors Sun durch Oracle wechselte der Callcenter-Dienstleister jedoch zu dem Ableger LibreOffice, dessen Weiterentwicklung er aktiv fördert.
Open Source ist für KiKxxl sehr wichtig. "Als Datenschutzexperte geht mein Herz auf, wenn ich in den Quellcode reinschauen kann", so Lars Hoeger, IT-Leiter des Unternehmens. Nur so kann ich sehen, was unter der Haube steckt und ob sich die Software ohne Bedenken einsetzen lässt. Kunden, für die eine Open-Source-Lösung nicht in Frage kommt und die auf proprietärer Software bestehen, erhalten bei KiKxxl eine separate Umgebung.
Die Nutzerkonten der inzwischen knapp 1000 Mitarbeiter von KiKxxl werden in der Osnabrücker Hauptniederlassung gepflegt. Vor zwei Jahren fasste das Linux-orientierte Unternehmen den Entschluss, das vorhandene, auf Microsofts Active Directory basierende Benutzer- und Rechner-Management durch einen Verzeichnisdienstserver auf LDAP-Grundlage abzulösen. Die Wahl fiel auf UCS, die vollständig quelloffene Enterprise-Lösung des Linux-Spezialisten Univention aus Bremen. Univention Corporate Server ermöglicht nicht nur ein zentrales Benutzer- und Rechte-Management. Auch die Funktionen zur unkomplizierten, einheitlichen Verwaltung von sowohl Windows- als auch Linux-Clients waren für KiKxxl ein schlagendes Argument, auf den Bremer Linux-Server zu setzen.
Die Windows-Domänencontroller bei KiKxxl mussten einer Konstellation aus einem DC Master der als primärer Domänencontroller agiert und drei Backupsystemen weichen. Letztere replizieren die User- und Systemaccounts des Mastersystems und dienen sowohl als Ausfallschutz als auch als Lastausgleich. Alle Server-Systeme stehen in Osnabrück. Aus EDV-Sicht handelt es sich bei der Bremer Niederlassung um einen Satelliten-Standort, der per Standleitung an Osnabrück angebunden ist und über Router und Load-Balancer auf die dort verfügbaren Anwendungen per Terminal-Server zugreift.
Als letzte Windows-Bastion verrichtet ein Exchange-Server seine Dienste für die Mitarbeiter in den Verwaltungsabteilungen. Ihre Anmeldedaten werden mit Hilfe des von Univention entwickelten UCS Active Directory Connectors synchron gehalten.
Nachdem das Benutzermanagement vollständig auf UCS umgestellt wurde, nahm KiKxxl den nächsten Schritt in Angriff. In einem Pilot-Projekt im Inbound-Bereich wurden 100 Arbeitsplätze auf Univention Corporate Desktop (UCD) umgestellt. Dieses schlanke, Linux-basierte Client-System lässt sich über das UCS-Managementsystem zentral installieren, verwalten und mit Updates versorgen. Nicht nur Standardanwendungen, sondern auch Eigenentwicklungen können so effizient und mit minimalen Aufwand verteilt werden. Das spart Zeit und Kosten bei der Systempflege. Spezielle in das Managementsystem integrierte Profile stellen sicher, dass jeder Managed Desktop automatisch mit genau der Software ausgestattet wird, die den jeweiligen Kundenanforderungen entspricht.
Während die Softwareverteilung auf den Managed Desktops fester Bestandteil der UCS-Managementumgebung ist, kommt für die Windows-Clients derzeit das quelloffene und in Deutschland entwickelte Tool opsi zum Einsatz. Mit dem ebenfalls installierten Nitrobit-Client lassen sich die von Windows bekannten Gruppenrichtlinien auch ohne Active-Directory-Server auf Windows-Clients verteilen. Hierbei handelt es sich um eine Übergangslösung bis zur Einführung von UCS 3.0, womit Active Directory Funktionen direkt unterstützt werden.
Bis Mitte 2012 will KiKxxl die Hälfte der Linux-Clients am Standort Osnabrück auf Univention Corporate Desktop umstellen. In der noch im Aufbau befindlichen dritten Niederlassung sollen von Anfang an die Managed Clients von Univention zum Einsatz kommen. Mit diesem Schritt überführt das Unternehmen die Pflege und Verwaltung der Arbeitsplatzrechner in das übersichtlich gestaltete und leicht bedienbare UCS-Managementsystem. Sowohl Standardsoftware als auch Eigenentwicklungen lassen sich damit richtlinienbasiert und weitgehend automatisiert auf die Clients verteilen.
Setzte KiKxxl bei den Terminal-Servern bislang ausschließlich auf die Software von NoMachine, erprobt das Unternehmen in einem weiteren Projekt die in UCS standardmäßig enthaltenen Terminal Services von Univention. Zur schnellen und unkomplizierten Einrichtung von Windows-Clients auf Kundenanfrage läuft zudem ein Test mit einem weiteren UCS-Feature: Desktop-Virtualisierung. Gerade in Umgebungen mit ständig wechselnden Anforderungen und Nutzungsszenarien bieten virtuell bereitgestellte Arbeitsumgebungen durch ihre Flexibilität einen deutlichen Mehrwert.
Mit UCS und UCD konsolidiert KiKxxl seine weitgehend Linux-basierte IT-Infrastruktur. Die Windows-Anmeldeserver ersetzte das Unternehmen durch die robuste, flexible LDAP-basierte Benutzerverwaltung von Univention. Durch die schrittweise Umstellung der Arbeitsplatzsysteme auf Univention Coporate Desktop werden sowohl Konfiguration und Verwaltung der Systeme als auch die Verteilung von Software und Patches deutlich vereinfacht. Die Zusammenarbeit mit dem Bremer Linux-Spezialisten empfindet KiKxxl nicht nur als äußerst produktiv, sondern auch stets als sehr angenehm. IT-Leiter Lars Hoeger dazu: Univention ist ein guter Partner: die haben tolle Ideen, Bugfixes werden immer zeitnah eingespielt und ein Riesenvorteil von Univention ist die komplette Offenheit.
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