Screenshot Univention Management Console 4.2

Die augenfälligste Neuerung, die das Release von Univention Corporate Server 4.2 bringt, ist das deutlich weiterentwickelte Bedienkonzept für sämtliche Nutzer – nicht nur für die Administratoren, sondern auch für die Endanwender. Neben neuen Features wie dem Online-Portal sorgen dafür die aufgeräumtere Oberfläche, schnellere Übersichtsmöglichkeiten über verwendete Ressourcen und Verbesserungen im Managementsystem.

Unsere Entwicklungsabteilung hat in den vergangenen Monaten aber auch intensiv daran gearbeitet, alle wichtigen Komponenten von UCS technisch auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Individuell konfigurierbares Online-Portal für Administratoren und Anwender

UCS 4.2 Online-Portal

Für die einfachere Bedienbarkeit von UCS sorgt vor allem das ganz neu konzipierte Online-Portal, über das sämtliche Anwender einen schnellen Zugriff auf die jeweilige Domäne und ihre Ressouren sowie auf die installierten Webservices in einer UCS-Umgebung erhalten. Diese Portal-Seite ist individuell konfigurierbar: So können Sie nicht nur das Design nach Ihrem Geschmack verändern, sondern auch festlegen, welche Webservices den Benutzern angezeigt werden. Besonders in größeren, heterogenen Umgebungen ist dies ein wichtiges Feature.

Technische Updates für Debian, Samba, den Linux Kernel und Docker

Aber auch unter der Motorhaube hat sich einiges getan: Neben dem Wechsel auf Debian 8 (Jessie), wodurch wir Ihnen Sicherheitsupdates jetzt noch schneller bereitstellen können, gab es auch ein Update auf die aktuelle Samba Version 4.6 sowie einen Switch des Linux Kernels auf Version 4.9 und damit auf die aktuelle Long Term Support Version. Damit stellen wir sicher, dass UCS wichtige Sicherheitsanforderungen unterstützt und für aktuelle Hardwareanforderungen optimiert ist.

Dockerisierung des Univention App Centers

Screenshot vom App Center in UCS 4.2

 

Auch die „Dockerisierung“ des Univention App Centers ist mit dem aktuellen Release einen wichtigen Schritt vorangekommen. So haben wir UCS nicht nur auf die Dockerversion 1.12. aktualisiert, sondern auch weitere Apps auf der Basis von Docker zur Verfügung gestellt. In Kombination mit dem App Provider Portal, über das Softwarehersteller ihre Lösungen einfach und weitestgehend unabhängig von uns ins Univention App Center bringen können, machen wir es Anbietern von Software und Cloud-Services so immer einfacher, ihre Lösungen als Ergänzung zu unserer schnell wachsenden Plattform anzubieten.

Die technischen Highlights im Überblick:

  • Wechsel der Debian Basis von Debian 7 (Wheezy) auf Debian 8 (Jessie) und damit verbunden die Änderung des Startsystems auf „systemd“ als Standardeinstellung
  • Schnelle Übersicht aller in der UCS Domäne aktiven Server
  • Verwendung von SAML als Web Single Sign-On für das Managementsystem, wenn eine dementsprechende Konfiguration vorhanden und die Namensauflösung gegeben ist.
  • Verbesserung der Usability und Benutzerführung des Passwort Self Sevices.
  • Update auf die aktuelle Samba Version 4.6, die neben zahlreichen Detailverbesserungen insbesondere eine deutlich bessere Performance der Active Directory-Funktionen wie z. B. beim Zusammenspiel von Druckertreibern mit Clients des Betriebssystems Windows 10 mitbringt.
  • Switch des Linux Kernels von Version 4.1 zu 4.9 und damit auf die aktuellste Version mit Long Term Support (LTS)
  • Update auf Docker Version 1.12
  • Aktualisierung der Virtualisierungskomponenten QEMU/KVM von Version 1.1 auf Version 2.8
  • Erweiterung des Univention Directory Listeners um die interne Verwendung von LMBD, die bereits seit UCS 4.0 erfolgreich für OpenLDAP eingesetzt wird.

Eine Übersicht aller Release Highlights finden Sie in unserem Bugzilla.

Weitere Informationen zu UCS 4.2 auch in unseren Blogartikeln zum Release Candidate von UCS 4.2 sowie zum ersten Meilenstein von UCS 4.2 von Stefan Gohmann, Leiter unseres Entwicklungs- und Support-Teams.

 

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Weitere Impressionen von UCS 4.2

Stefan Gohmann beschäftigt sich seit 1998 mit Linux. Er studierte an der Fachhochschule Ostfriesland in Emden Informatik und schrieb seine Diplomarbeit bei der Utimaco Safeware AG, wo er anschließend als Softwareentwickler arbeitete. Seit 2003 arbeitet er bei Univention. Seit 2004 leitet er die Softwareentwicklung und den Support bei Univention.