Foto eines Barcodes

In der Stadtgemeinde Bremen setzen wir UCS bereits seit 2003 ein, um ein zentrales Angebot zur Bereitstellung von IT für Lehrkräfte und Schüler*innen abzubilden. Was heute unter dem Namen UCS@school von zahlreichen Schulträgern und Schulen eingesetzt wird, steckte damals noch in den Kinderschuhen und wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Senatorin für Kinder und Bildung (SKB) als Schulträger und der Firma Univention im Rahmen eines Projektes (weiter-)entwickelt.

Aber auch nachdem UCS@school aus den Kinderschuhen herausgewachsen war, wuchs es in Bremen ständig weiter. Nachdem UCS@school zu Beginn des Projekts nur bei einigen wenigen Schulen im Einsatz war, wird es mittlerweile für die Verwaltung von knapp 80.000 Benutzerkonten an rund 150 Schulen eingesetzt.

Es wurde praktisch jede neu eingebrachte Anwendung an den Verzeichnisdienst von UCS@school angebunden. Beispiele hierfür sind der zentrale RADIUS-Server für die Access Points des Schul-WLANs, Lernplattformen wie itsLearning und ganz aktuell Bettermarks, Fileservices, DNS- und Mailserver oder auch unser Content Management System für Schul-Homepages.

Hardware-Inventarisierung als Beispiel der Abbildung eigener IT Prozesse und Tools mit UCS@school

Die hohe Flexibilität des Verzeichnisdienstes und die offene Softwareplattform machen es auch möglich, dass wir eigene Prozesse oder von uns entwickelte Tools in und mit UCS@school abbilden:

Screenshots eines OTRS-Tickets über die Erfassung von RechnernEin Beispiel dafür ist ein Prozess, mit dem wir schon seit einiger Zeit die den Schulen zur Verfügung gestellte Hardware inventarisieren und sie so unter Kontrolle behalten. Um den Prozess einer Rechnerauslieferung von der Kommissionierung in unserem Lager bis zur Inbetriebnahme in der Schule zu vereinfachen, hat einer unserer Auszubildenden eine kleine, auf unserem UCS Master gehostete PHP-Anwendung geschrieben. Diese wird auf einem speziellen Android-Smartphone mit Barcodeleser geöffnet und mit den auf den Rechnerkartons aufgedruckten Seriennummern und MAC-Adressen sowie Daten zur Zielschule befüttert.

Nach dem Erfassen und Absenden der Daten versendet die Anwendung über unseren UCS-Mailserver mehrere E-Mails: An unser Ticketsystem OTRS, um automatisch ein Ticket zur Dokumentation der Inbetriebnahme zu generieren, an den Schul-Support-Service (S3), der sich in Bremen um die Vor-Ort-Unterstützung der Schulen bei der Inbetriebnahme der Rechner kümmert sowie an unsere Anlagenbuchhaltung.

CSV-Datei zum Import on LDAP-Verzeichnis

Ebenfalls erzeugt die Anwendung eine fertige CSV-Datei zum Import der neuen Rechner in das LDAP-Verzeichnis mithilfe der UCS@school-Importskripte. Sobald diese eingelesen wurde, müssen die Rechner nur noch in der Schule angeschlossen und via PXE gebootet werden – die Installation mit dem Schulimage und die gegebenenfalls notwendige BIOS-Konfiguration erfolgen vollautomatisch. Die dafür notwendigen Informationen wurden im Verzeichnisdienst und bei den beteiligten Anwendungen hinterlegt.

Damit steht uns ein kleiner, aber feiner Prozess zur Verfügung, der im Praxisalltag hilft, einen Überblick über die in den Schulen verwendete Hardware zu behalten. Und das alles automatisiert und auf Knopfdruck abrufbar.

Markus Dählmann

Markus Dählmann ist im Referat 15 - IT-Infrastruktur der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen verantwortlich für die pädagogische IT-Infrastruktur an den Bremer Schulen.