In der Podiumsdiskussion „Freier Code für freie Bürger“ im t3n Evening Talk auf der Think at IBM wurde das Thema Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung diskutiert. Im Gespräch lag der Fokus darauf, welche Einsatzmöglichkeiten bestehen, welche Hürden zu nehmen sind und welche Voraussetzungen dringend geschaffen werden müssen, um Open Source Software stärken in der öffentlichen Verwaltung zu etablieren.

Peter Ganten macht dabei deutlich, dass es wichtig sei, die Vergabeverfahren zu optimieren. Rahmenbedingungen würden es derzeit der öffentlichen Hand sehr einfach machen, proprietäre Software einzukaufen. Die Bedingungen würden oft so interpretiert werden, als sei es eine Vorgabe z. B. mit Microsoft zusammen zu arbeiten – was faktisch nicht der Fall sei. Hier sei es dringend notwendig, Impulse zu setzen, um sich mehr mit Open Source zu beschäftigen.

Dabei müsse man sich davon unabhängig machen, dass Anwendungen nur auf bestimmten Endgeräten ausgeführt werden können. Um das zu schaffen, sei jedoch das Commitment des Staates nötig. Dies könne sich darin äußern, dass Open Source zum Standardweg werde und es sehr gut Gründe geben müsse, um Ausnahmen bei der Vergabe zu machen. Außerdem brauche es Leute, die es vorantreiben, sich Vernetzen und Allianzen bilden.

Die spannende Diskussion mit Saskia Esken (Bundestagsabgeordnete der SPD), Peter Ganten (Univention CEO und Vorsitzender der Open Source Business Allianz), Michael Seemann (Blogger), Stefan Pfeiffer (IBM) und Stephan Dörner (Moderator t3n) vom 5. Juni 2019 finden Sie auf YouTube: „Freier Code für freie Bürger“- Evening Talk von und mit t3n im Livestudio auf der Think at IBM

Online Marketing Manager, Univention