Open Source Initiative LogoWer auf Open Source setzt, bekommt mehr, viel mehr. Das gilt in besonderer Weise für den Staat, der durch die offensive Bevorzugung und Förderung von Open Source Software Flexibilität, Unabhängigkeit, mehr Sicherheit und vor allem bessere Synergien innerhalb und zwischen verschiedenen staatlichen Einheiten erreicht. Doppelausgaben werden vermieden und Inkompatibilitäten beseitigt, der Staat wird durch Open Source effizienter.

Darüberhinaus schafft die Veröffentlichung von Software, die mit staatlichen Mitteln finanziert wurde, als Open Source neue Ansatzpunkte für Innovation und Wachstum und ist so auch ein direkter Beitrag zu einer innovativen, gestaltenden IT-Wirtschaft.

US-amerikanische Behörden planen Veröffentlichung ihrer Codes

Das Weiße Haus hat nun den Entwurf einer Federal Source Code Policy (PDF) herausgegeben, die genau dies beschreibt und vermutlich in Kürze für alle US-Bundesbehörden gelten wird. Diese Policy verpflichtet den amerikanischen Staat, selbst geschriebenen Code als Open Source zu veröffentlichen und fordert ihn dazu auf, dies ebenfalls mit im Auftrag durch Dritte erstellten Code zu tun.

Fehlende Richtlinien in Deutschland

Auch in Europa gibt es ähnliche Ansätze, nur in Deutschland fehlen entsprechende Richtlinien noch vollständig und wir können uns hier freuen, wenn Open Source in Ausschreibungen wenigstens Chancengleichheit zugebilligt wird. Dabei verliert zunächst der Staat und dann die Gesellschaft als Ganzes, weil es wieder nicht gelingt, vertrauenswürdige IT-Infrastrukturen aufzubauen und Innovationen hier vor Ort zu machen.

Politik und Verwaltung müssen deswegen aufhören, auf Lobbyisten von Unternehmen zu hören, die zu Hause längst erkannt haben, dass das Zukunftsmodell Open Source heißt, hier aber noch für ein paar Jahre ihre alten Modelle weiter verkaufen wollen. An Stelle dessen brauchen wir endlich eine offensive, echte Open Source Strategie des Bundes.

Zwar wird sich Open Source auch ohne eine solche Strategie eines Tages in den Behörden durchsetzen. Dann werden es aber die in den USA und den übrigen Ländern mit offensiver Open Source Strategie entwickelten Programme sein, die irgendwann auch in deutsche Behörden Einzug halten werden. Irgendwie unwahrscheinlich, dass Schwerpunkt von Wertschöpfung und Innovation dieser Software dann in Deutschland liegen werden, oder?

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Peter H. Ganten ist Gründer und Geschäftsführer von Univention.

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