Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen

Anwender

Die Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen betreut die IT für 156 Schulen im Stadtstaat mit ca. 77.500 IT-Anwendern (Schüler, Lehrer und Schulangestellte) und 10.000 Clientsystemen.

Anforderungen

  • Zentrale Administration der pädagogischen IT-Infrastruktur der Schulen der Stadtgemeinde
  • Schulübergreifende, zentrale Bereitstellung von IT-Diensten wie Email, Internet, Intranet und die Integration unterschiedlicher Endgeräte wie Smartphones und Tablets der Schüler
  • Einfach handhabbare Softwarelösung für Lehrer zur Steuerung von IT und der Schüler-Computer im Unterricht

Lösung

Univention Corporate Server (UCS) mit Samba 4 und UCS@school 3.2R2

Fazit

„Univention ist seit über zehn Jahren zuverlässiger Partner bei der Entwicklung und Bereitstellung eines IT-Angebots für die Bremer Schulen. Die jüngste Aktualisierung der Windows-XP-Clients auf Windows 8 und das damit verbundene Update von Samba 3 auf Samba 4 erfolgte ohne nennenswerte Störungen der Schul- und Unterrichtsabläufe im Produktivbetrieb.“
Meik Hansen, Leiter des Referats für IT-Infrastruktur, Senatorin für Bildung und Wissenschaft in Bremen

Seit 2003 entwickelt und implementiert die Bremer „Senatorin für Bildung und Wissenschaft“ ein zentrales Angebot zur Bereitstellung von IT-Infrastruktur für die bremischen Schulen. Dies umfasst u. a. zentrales Identity- und Infrastrukturmanagement, definierte Server- und Desktopumgebungen, Softwareverteilung schulpädagogischer Anwendungen, eine Schul-Softwarelösung für den IT-gestützten Unterricht sowie Roll-Out-, Support-, Update- und Helpdesk-Verfahren.

Der Aufbau der IT-Infrastruktur an Bremer Schulen

Im Bremer Schulbereich existieren zwei voneinander getrennte IT-Infrastrukturen: das Schulverwaltungsnetz, welches eng mit dem Behördennetz der Stadt Bremen verbunden ist und das schulpädagogische Netzwerk. Letzteres verbindet die Rechner von Schülern und Lehrkräften miteinander und stellt die für den Unterricht und das eigenständige Lernen benötigten Dienste und Funktionen zur Verfügung.

Das pädagogische Netz, welches die senatorische Behörde zusammen mit Univention aufbaute und seit 2006 allen Bremer Schulen zur Verfügung stellt, besteht aus fünf Komponenten:

  • Basisserverinfrastruktur mit Verzeichnisdienst sowie Identity- und Infrastrukturmanagement
  • dezentrale Anmeldedienste sowie Dateiablage und Druckdienste
  • zentrale Dienste und Internet-Gateway, einschl. Mailservices für alle Schüler und zentraler Filterung
  • von Webcontent und Schadsoftware
  • Client- und Desktopmanagement
  • die Schulsoftwarelösung UCS@school für den Computerraumeinsatz

Das Bremer Pädagogiknetz

Zum Aufbau des Pädagogiknetzes musste zuerst eine zentrale Benutzerverwaltung für ca. 77.500 Schüler und Lehrer sowie ca. 10.000 Clients mit unterschiedlichen Betriebssystemen (Windows 2000/ XP/ Mac OS X und Linux) eingeführt werden: Dafür kommen zentrale UCS-Server (Produktiv- und Backupsysteme), Mail- und Proxy-Server mit Web-Filterung sowie zentrale Dienste (z. B. Routing, DNS und Firewall) in der Schulbehörde zum Einsatz. Entscheidend dabei ist, dass die Benutzerkonten über einen Abgleich mit der zentralen Schulverwaltungsdatenbank und Replikation im LDAP-Verzeichnis automatisch gepflegt werden. Jede Person, die in der Schulverwaltungssoftware erfasst wird, erhält hierdurch am nächsten Tag automatisch ein Benutzerkonto für das pädagogische Netz der Schule. Des Weiteren wird standardmäßig für jeden Klassenverband eine Benutzergruppe und ein Share für eine gemeinsame Dateiablage generiert. Da die Administration von Benutzern und Rechnern zentral erfolgt, sind die Schulen in der Regel von dieser Aufgabe vollkommen entlastet. Schuladministratoren haben aber die Möglichkeit zur Administration von Gruppen, Druckern und Netzwerkfreigaben.

Verwaltung von Windows-Clients mit UCS und Samba 4

Die verschiedenen Windows-Clients der Schüler und Lehrer werden mittels UCS und Samba 4 versorgt. 2014 entschied man sich aufgrund des auslaufenden Supports für Windws XP, alle Clients auf Windows 8.1 zu migrieren. Da die neuen Windows 8-Clients vollständig mit Samba 4 administriert werden, mussten zuvor die UCS-Systeme von Samba 3 auf Samba 4 umgestellt werden. Diese Umstellung ist im laufenden Betrieb erfolgt und hat keine Konfigurationsänderungen auf den 7.800 zentral gepflegten Windows-Clients notwendig gemacht. Dank Samba 4 stehen alle aus der Active-Directory-Welt bekannten Microsoft Administrationswerkzeuge sowie die Möglichkeit der Verwaltung mittels Gruppenrichtlinien (GPOs) den Administratoren zur Verfügung.

UCS@school erleichtert den Unterrichtsalltag für Lehrer

Den Lehrern steht außerdem mit UCS@school eine Anwendung für den IT-gestützten Unterricht zur Verfügung, mit der sie einfache, administrative Aufgaben wie das Anlegen von Gruppen für Unterrichtszwecke, das Sperren des Internetzugriffs für einzelne Rechnerräume oder das Verteilen digitaler Unterrichtsmaterialien selbst erledigen können. UCS@school bietet außerdem Funktionen zur Integration digitaler Medien und für die digitale Zusammenarbeit im Unterricht. Diverse Grundeinstellungen sind dabei vorkonfigurierbar, sodass Lehrern sofort die Arbeitsumgebungen für bestimmte Klassen zur Verfügung stehen.

Open Source Software sichert Bremen langfristig Herstellerunabhängigkeit

Durch die Automatisierung der Benutzerverwaltung, die zentrale Infrastrukturverwaltung und die Beschränkung lokaler Administrationsmöglichkeiten auf pädagogisch relevante Bereiche konnte der personelle Aufwand für den Betrieb der Gesamtlösung in überschaubaren Grenzen gehalten werden. Durch die Vereinheitlichung der Infrastruktur über Schulgrenzen hinweg wird außerdem ein Standard geschaffen, in dem sich Lehrer und Schüler auch bei einem Schulwechsel schnell zurecht finden.

Die Serverkomponenten sowie das gesamte Managementsystem basieren nicht nur auf Open Source Software, sondern sind selbst vollständig als Open Source Software lizenziert. Für die Stadt Bremen bedeutet das die langfristige Sicherung von Herstellerunabhängigkeit sowie extrem hoher Flexibilität bei der Umsetzung neuer Anforderungen. Meik Hansen, Leiter des Referats für IT-Infrastruktur bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft in Bremen, resümiert: „UCS hat sich in der großen, verteilten Schul-IT-Infrastruktur in Bremen als robust, sicher, zuverlässig und auf neue Anforderungen flexibel anpassbar erwiesen. In den letzten zehn Jahren konnten wir durch die zentrale Administration der Schul-IT zahlreiche Prozesse verschlanken und effizienter machen.“