UCS logo and current release-version

Wir haben das sechste Point Release veröffentlicht: UCS 4.4-6 bringt außer Bugfixes, Sicherheitsupdates und Verbesserungen auch neue Features mit. So haben unsere Entwickler beispielsweise den Self Service, das App Center und das UCS-Portal erweitert. Ich möchte Ihnen mit diesem Artikel einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen und die wichtigsten Neuerungen vorstellen.

UCS Self Service: neue Features für die App

Ansicht des Kontoerstellungs-Interface der UCS-App (Version 4.4-6)

Das Anlegen eines neuen Benutzerkontos ist mit der neuen UCS-Version noch einfacher geworden.

Ein großer Vorteil von Univention Corporate Server ist, dass sich Benutzer*innen an ganz unterschiedlichen Rechnern und Diensten der UCS-Domäne mit ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden können. Bereits mit dem ersten 4.4-Release haben wir die neue App Self Service eingeführt, die es Anwendern erlaubt, selbstständig und ohne Administrator-Unterstützung Änderungen an ihren persönlichen Daten vorzunehmen. Dazu gehören das Ändern und Zurücksetzen des Passwortes sowie das Bearbeiten der eigenen Kontaktinformationen. In der neuen UCS-Version 4.4-6 können Administratoren für die App nun die Texte anpassen, die die Benutzer*innen in den entsprechenden Dialogen sehen.

Vereinheitlicht wurde auch der Umgang mit der Verifikation von E-Mail-Adressen bei Registrierung oder Einladung neuer Nutzer*innen. So gelten E-Mail-Adressen jetzt nicht nur dann als verifiziert, wenn ein*e Nutzer*in den Verifikations-Prozess durchlaufen hat, sondern auch, wenn Accounts über das „Einladen“ durch einen Admin angelegt wurden oder ein Passwort-Reset erfolgreich per E-Mail erfolgt ist. Admins können sich hier auch über UDM-Hooks „einklinken“ und Folgeaktionen auslösen – beispielsweise das Aktivieren eines Accounts an die Verifikation der E-Mail-Adresse knüpfen.

Univention App Center: eigene Skripte hinterlegen

Ebenfalls neu dabei: Custom Hook Scripts. UCS-Systemadministratoren können nun für Apps ihre eigenen Skripte hinterlegen, die nach dem Installieren, Aktualisieren oder Entfernen einer App aufgerufen werden. Das Feature automatisiert wiederkehrende Schritte, die Admins sonst jedes Mal von Hand ausführen mussten, wenn sie eine App entfernt, neu installiert oder aktualisiert haben. Das ist praktisch, um Apps an die eigene UCS-Umgebung anzupassen. So installieren Sie beispielsweise ganz automatisch Schriften für Ihre Office-Anwendungen oder kopieren eigene SSL-Zertifikate in eine App.

Es reicht aus, die Skripte unter „/var/lib/univention-appcenter/apps/{appid}/local/hooks/“ jeweils im Verzeichnis für Installation, Upgrade oder Remove abzulegen – um den Rest kümmert sich das Univention App Center und führt die Skripte selbstständig aus.

UCS-Portal: Warnung für nicht unterstützte Browser

Seit UCS 4.2 hat Univention Corporate Server eine Portalseite, die Sie als eine Art Homepage für den eigenen Arbeitsplatz nutzen können. Wie diese Seite aussieht und welche Kategorien und Dienste auf ihr angezeigt werden, können Administrator*innen ganz individuell gestalten und damit schnellen Zugriff auf installierte Apps, aber auch externe Webseiten und andere Dienste bieten. Dieses Portal haben wir für das neue Release erweitert. Es kann jetzt eine Warnmeldung an Benutzer*innen ausgeben, wenn diese das Portal mit einem veralteten und nicht mehr unterstützten Webbrowser (z. B. Internet Explorer 11) besuchen.
UCS-Administrierende können das Feature, das in der Voreinstellung aktiviert ist, auf Wunsch über die UCR Variable „portal/show-outdated—warning“ abschalten.


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Univention Corporate Server 4.4-6 steht Ihnen als ISO-Image zur Installation sowie als bereits vorinstalliertes, virtuelles Maschinenimage zur Verfügung.

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Weitere Verbesserungen: Stabilität und Sicherheitsupdates

Die vollständige Liste aller Korrekturen und Bugfixes finden Sie auf unserer kürzlich überarbeiteten Errata-Übersichtsseite; hier ein paar Highlights, die die Stabilität von UCS verbessern:

  • Memory Leak in UMC geschlossen: Ein Speicherfehler in der Univention Management Console führte dazu, dass das Backend des Self Service und der UMC in größeren Umgebungen nicht die notwendige Anzahl paralleler Anfragen bearbeiten konnte.
  • Keine Abstürze des LDAP-Servers mehr, die in Zusammenhang mit dem Overlay-Modul policy stehen.
  • Die UDM REST API unterstützt jetzt Umlaute in der URL von API-Aufrufen.
  • Ist das Passwort bei der Anmeldung am Single-Sign-On Dienst SAML abgelaufen, wird das neue Passwort jetzt direkt abgefragt – für die Endanwender entfällt so ein Weiterleitungsschritt.
  • Über das neue UDM-Attribut appendACL können nun an Dateifreigaben NT ALCs auf den Ordner der Freigabe angewendet werden. Damit sind auch komplexere Zugriffsregeln als bisher über die POSIX ACLs direkt beim Anlegen von Freigaben definierbar.

Auch in puncto Sicherheits-Aktualisierungen waren wir nicht untätig und haben einige Pakete auf den neuesten Stand gebracht, unter anderem:

  • Linux Kernel 4.9.228-1
  • Dovecot 2.2.27-3+deb9u6
  • Python 2.7.13-2
  • Bind9 9.10.3.dfsg.P4-12.3

Release Notes UCS 4.4-6

Wie immer gilt: Wenn Sie Wünsche und Verbesserungsvorschläge haben, freuen wir uns über Feedback – hier im Blog oder auf help.univention.de.

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Ingo Steuwer beschäftigt sich seit 1999 mit Linux und ist seit 2004 bei Univention. Als Head of Product Management liegt sein Fokus auf der Weiterentwicklung von UCS.

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