Logo Effekt UCS 5.0

Während der Planung der kommenden UCS-Entwicklungsstufe haben wir entschieden, einen Versionssprung zu machen und nächstes Jahr UCS 5.0 herauszugeben. Ich möchte Ihnen in diesem Beitrag einen Blick hinter die Kulissen erlauben und ein paar unserer Pläne vorstellen.

Seit dem Release von UCS 4.0 sind fast 5 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat sich UCS stark weiterentwickelt; gleichzeitig haben wir die Features alter Versionen weiter gepflegt. Während die meisten Funktionen oft genutzt werden, gibt es inzwischen auch einige Dinge, die wir heute ganz anders oder gar nicht mehr machen würden. Mit dem Sprung auf eine neue Major-Version wollen wir nicht nur aufräumen, sondern auch einige Neuerungen umsetzen. Noch stehen wir ganz am Anfang der Entwicklung und haben noch längst nicht alle Entscheidungen getroffen – aber ganz im Sinne von „be open“ möchte ich die ersten Ziele für das Release hier mit Ihnen teilen.

Umstieg auf Debian 10 „Buster“

Mit dem neuen Release werden wir die Debian-Basis auf das im September 2019 erschienene Release 10 (Codename „Buster“) aktualisieren. Neben den damit einhergehenden Aktualisierungen für alle Pakete wollen wir weiter daran arbeiten, die Unterschiede zwischen Debian und UCS in der Basisdistribution zu verringern. Beispielsweise ist Debian – auch durch unsere Unterstützung – inzwischen von Haus aus UEFI-kompatibel; hier braucht UCS also keine Anpassungen mehr mitzubringen.

Migration auf Python 3

Wir bei Univention entwickeln den Großteil unserer Software in der Skriptsprache Python. Unter UCS 4.x nutzen wir dazu die Laufzeitumgebung von Python 2; Python 3 ist aber seit Längerem verfügbar. Damit wir und unsere Partner von den Möglichkeiten der neuen Version profitieren können, wird Python 3 für Univention-Implementierungen in UCS 5.0 der Standard sein. Die Vorbereitungen dazu finden Sie bereits in der aktuellen Version UCS 4.4, denn die Umstellung ist in einigen Paketen bereits erfolgt. Integrationen oder Projekte, die Python-basierte UCS-Schnittstellen wie UDM hooks oder Listener-Module nutzen, sollten diese bis zum Release von UCS 5.0 prüfen und die Python-3-Kompatibilität sicherstellen.


Logo UCS (Univention Corporate Server)

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Nur noch 64 Bit

Für UCS gibt es schon seit einigen Jahren keine Installationsmedien mehr für 32-Bit-Umgebungen („i386-Pakete“); Updates unterstützen wir aber für UCS 4.x weiterhin. Mit Einführung von UCS 5.0 werden wir damit aufhören. 32-Bit-Umgebungen können durch schrittweise Neuinstallation bereits heute auf 64 Bit umsteigen. Administratoren sollten diese Umstellung abgeschlossen haben, bevor sie auf UCS 5.0 aktualisieren. Für alle 64-Bit-Umgebungen wollen wir wie gehabt auch das Upgrade bestehender Installationen unterstützen.

Nicht Genutztes weglassen

Einige der in UCS eingeführten Funktionen werden kaum oder gar nicht genutzt. Hier schauen wir uns im Detail an, welche Features wir in UCS 5.0 noch unterstützen wollen. Für einige Bereiche haben wir bereits beschlossen, dass wir sie nicht weiter unterstützen wollen:

  • Zugriff auf EC2-Instanzen über UVMM: In UCS 4.x gibt es eine Erweiterung für den UCS Virtual Machine Manager (UVMM), um auch Instanzen in Amazon-AWS-kompatiblen IaaS-Umgebungen zu verwalten. Diese Integration werden wir entfernen.
  • Unterstützung für NT-kompatible Domänen: In UCS 4.x finden sich Integrationen, Pakete und Skripte, um mit Samba Windows-NT-Domänen kompatibel zu betreiben. Diese werden wir für UCS 5 nicht übernehmen.

Was wird wirklich benutzt?

Wir werden sicher noch weitere Dinge aus unserer Distribution entfernen, da wir der Meinung sind, dass wir die zur Pflege nicht genutzter Funktionen anfallende Zeit besser investieren können. An dieser Stelle interessiert uns besonders Ihre Meinung zu folgender Frage:

Braucht ein Serversystem wie UCS eine KDE-Desktopumgebung?

Wir freuen uns über Ihr Feedback an unsere Produktmanager und Entwickler.

Neue Funktionen

Mit einem neuen Major Release wollen wir nicht nur Änderungen an der Basis durchführen, sondern auch Neuerungen im Managementsystem implementieren. Teile dieser Neuerungen werden wir auch für UCS 4.4 über aktualisierte Apps und Errata Updates veröffentlichen – Genaueres dazu lesen Sie hier in zukünftigen Blogartikeln.

Ausblick und Zeitplan

Die Arbeiten an UCS 5.0 haben bei uns gerade erst begonnen; für die Veröffentlichung eines Release-Datums ist es daher noch zu früh. Sicher ist aber schon jetzt, dass wir das Release nicht vor dem nächsten Univention Summit (23. und 24. Januar 2020 in Bremen) veröffentlichen werden. Bis dahin wird es noch jede Menge spannende Neuerungen für UCS 4.4 und natürlich weitere Ankündigungen für UCS 5.0 geben.

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Ingo Steuwer beschäftigt sich seit 1999 mit Linux und ist seit 2004 bei Univention. Als Head of Product Management liegt sein Fokus auf der Weiterentwicklung von UCS.

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