Eins der Highlights des zweiten Point Release von Univention Corporate Server (UCS) sind die signifikanten Verbesserungen für die Verwaltung von Diensten und Apps, die in Public Cloud Services wie dem Amazon Marketplace betrieben werden. So sind auf UCS installierte Dienste nun ohne weiteren Konfigurationsaufwand direkt erreichbar. Unsere Entwicklungsabteilung hat dafür den Zugriff auf diese Dienste über das UCS Portal ausgebaut, indem die Verlinkungen dort in relative Links umgewandelt werden. Bei Portaleinträgen, für die es mehrere Links gibt, ermitteln heuristische Verfahren die besten Verlinkung.

Auch sonst wurde die Usability für Nutzer und Administratoren von UCS deutlich weiterentwickelt. So ist es nun möglich, Benutzer- und Gruppen einfach zu duplizieren und so Administrationsaufwände deutlich zu reduzieren. Verständliche Fehlermeldungen, Warnungen vor potenziellen Fehlerquellen oder deren gänzliche Beseitigung unterstützen die Nutzer bei einem störungsfreien Betrieb von UCS. Aber nicht nur das „Feel“, sondern auch der „Look“ der Management Console von UCS wurde weiterentwickelt, wie bspw. bei den Notification-Dialogen oder der Anzeige von deaktivierten Eingabefeldern.

Auch für die Hersteller der Apps im Univention App Center bietet das Release attraktive neue Möglichkeiten. So können sie für UCS 4.2-2 betriebsbereite, virtuelle Appliances für ihre Apps automatisiert erstellen lassen. Über das App Provider Portal können sie außerdem diese Appliances mit ihrem individuellen Corporate Design ausstatten und dem Nutzer damit ein noch vertrauteres Erleben ermöglichen. So bieten die Appliances die perfekte Möglichkeit für ein schnelles Testen und Kennenlernen einer Anwendung auch auf den Webseiten der Hersteller selbst.

Die neu hinzugekommene Funktion „App Settings“ sorgt außerdem dafür, dass die Nutzer eine App besonders einfach für ihre IT-Infrastruktur konfigurieren können. Schon bei der Installation der jeweiligen App können die Eingaben der Grundkonfigurationen über Formulare abgefragt werden. Die Erstellung dieser Abfragen erfolgt durch den App-Anbieter, der dafür keinerlei Programmierkenntnisse benötigt.

Ein einfaches Formular, erzeugt durch App Settings

Aber natürlich hat unsere Entwicklungsabteilung bei der aktuellen UCS-Version auch viel Wert auf hohe Sicherheit beim Betrieb von UCS gelegt. So werden mit dem Release sämtliche Security Updates wie bspw. für OpenLDAP, Samba, MySQL oder PostgreSQL gesammelt mit UCS 4.2-2 veröffentlicht. Mit der Version 4.9.33 verfügt UCS 4.2-2 über einen aktualisierten Linux Kernel, der wichtige Security- und Stabilitätsupdates mitbringt. Mit einer höheren Initialisierungsgeschwindigkeit des Univention App Centers konnte außerdem die Performance von UCS weiter verbessert werden.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Keine Abhängigkeit mehr zu LaTeX in der Reporting-Funktion des Managementsystems.
  • Warnung für zu lange Benutzernamen für Windows Clients.
  • SSLv3 per Default in Univention Management Console deaktiviert. Verschlüsselungsmethoden können nun via Univention Configuration Registry konfiguriert werden.
  • Möglichkeit zur Installation, auch wenn der DNS-Server nicht erreichbar ist.
  • Fehlermeldung beim gescheiterten Domänenbeitritt eines UCS-Systems in eine Active Directory Domäne.
  • Schutz vor Überschreiben bereits vorhandener Einstellungen beim Provisionieren von Samba auf einem DC Master oder DC Backup.
  • Verwaltung von virtuellen Maschinen über eigene Reiter in der Univention Management Console (UMC).

Weitere Informationen und einen Überblick über alle Neuerungen finden Sie in unseren Release Notes.

Release Notes UCS 4.2-2

 

Stefan Gohmann beschäftigt sich seit 1998 mit Linux. Er studierte an der Fachhochschule Ostfriesland in Emden Informatik und schrieb seine Diplomarbeit bei der Utimaco Safeware AG, wo er anschließend als Softwareentwickler arbeitete. Seit 2003 arbeitet er bei Univention. Seit 2004 leitet er die Softwareentwicklung und den Support bei Univention.

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